Rhein-Main als polyzentrische Metropolregion: zur Geographie der Standortnetze von wissensintensiven Dienstleistungsunternehmen

Der Beitrag befasst sich mit strukturellen und funktionalen Aspekten polyzentrischer Strukturen in der Rhein-Main Region. Basierend auf laufenden Forschungsarbeiten des aus EU-Mitteln geförderten Projekts „Polynet“ wird die Metropolregion in sechs funktionale Stadtregionen (FURs) untergliedert. Anhand der Standortnetze regional ansässiger Unternehmen des wissensintensiven Dienstleistungssektors lassen sich in Anlehnung an die Methodologie des Globalization and World Cities Study Group and Network (GaWC) Konnektivitätsmuster der Verflechtungsintensität auf unterschiedlichen Maßstabsebenen ermitteln. Jede der sechs FURs verfügt über ein spezifisches nationales Konnektivitätsprofil mit anderen deutschen Städten. Innerhalb der Region hat die FUR Frankfurt eine führende Stellung und übernimmt aufgrund ihrer starken internationalen Verbindungen eine Gateway-Funktion. Wiesbaden, Mainz und Aschaffenburg besitzen ausgewogene Anbindungen auf nationaler Ebene, während im Falle von Darmstadt und Hanau regionale Schwerpunkte innerhalb Deutschlands hervortreten. In der Zusammenschau zeigt sich eine komplementäre Binnenstruktur der polyzentrisch organisierten Metropolregion Rhein-Main.

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